TEXT
Tageszeit-unabhängig strom generieren
Tageszeit-unabhängig strom generieren

Photovoltaik

Die Sonnenstrahlung ist eine der größten Energiequellen der Zukunft. Die Ressourcen der alternativen Energien sind größtenteils begrenzt. Die Sonneneinstrahlung hingegen nicht. Deshalb nutzen immer mehr Menschen diesen Weg der Stromerzeugung.

Die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie, durch Solarzellen, nennt man Photovoltaik.

Eine Photovoltaikanlage arbeitet auf folgendem Wege:

Zu Modulen zusammengefasste Solarzellen erzeugen aus Sonnenlicht Gleichstrom, der über einen Wechselrichter zu Wechselstrom aufbereitet, in das Verbundnetz eingespeist wird . Die Nennleistung von Solarstromanlagen wird als Spitzenleistung kWp ( Kilowatt peak ) angegeben.

Um bei voller Sonneneinstrahlung 1 Kilowatt ( kW ) elektrisch zu leisten sind ca. 6 bis 7 m² Solarzellenfläche erforderlich. Ein kWp kann bei optimaler Ausrichtung nach Süden und einem Neigungswinkel von 20 bis 30° in Norddeutschland jährlich 850 bis 950 kWh Strom erzeugen. Auf den Inseln liegt das Sonnenenergieangebot höher als im Binnenland. Schwankungen in den einzelnen Jahren von mehr als 10% sind möglich.

Bestandteile einer PV - Anlage

Aus folgenden Komponenten besteht eine PV - Anlage:

  1. PV- Generator (dieses beinhaltet mehrere PV- Module in Reihen- und Parallelschaltung mit Montagegestell)
  2. Generatoranschlusskasten
  3. Gleich- und Wechselstromverkabelung
  4. Wechselrichter
  5. Schutz- und Zählereinrichtung

Technische Anforderungen und Entschädigungen bei der Abregelung von PV-Anlagen

Die zum 1. Januar 2012 in Kraft tretende Novelle des Erneuerbare- Energien- Gesetz (EEG) sieht vor, dass für nach dem 1. Januar 2012 in Betrieb gehende Photovoltaikanlangen spezielle Abschalteinrichtungen einzubauen sind (§ 6 Abs. 1 und 2 EEG). Zukünftig sollen die Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren können. Diese Pflicht trifft zunächst Anlagenbetreiber von PV-Anlagen mit mehr als 30 kW Leistung. Wer eine kleinere Anlage mit höchstens 30 kW Leistung besitzt, kann sich entscheiden, ob er eine Abschalteinrichtung vorsieht oder am Verknüpfungspunkt die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 % begrenzt – also mit einem unterdimensionierten Wechselrichter arbeitet. Es wird geschätzt, dass hierbei 3 – 8 % des Jahresertrages verloren gehen. Für die Berechnung der installierten Leistung ist § 6 Abs. 3 EEG zu beachten – unter bestimmten Voraussetzungen zählen mehrere Anlagen unabhängig von den Eigentumsverhältnissen als eine. 

Neue Anforderungen für alte Anlagen?

Auch Altanlage müssen teilweise in diesem Sinne nachgerüstet werden (§ 66 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EEG). Hierzu gibt es Übergangsregelungen. Betreiber von Photovoltaikanlagen, die eine installierte Leistung von mehr als 100 kW ausweisen, müssen die technischen Vorgaben zur Abregelung nach § 6 Abs. 1 EEG vom 1. Juli 2012 an einhalten. Die Möglichkeit, durch betriebliche Maßnahmen eine Abregelung sicherzustellen, ist im EEG 2012 weggefallen. Für Bestandsanlagen mit einer Leistung von 30 bis 100 kW, die nach dem 31. Dezember 2008 in Betrieb genommen wurden, muss die Abschalteinrichtung vom 1. Januar 2014 an vorgehalten werden. Allein die Betreiber von Kleinanlagen unter 30 kW, welche vor dem 1. Januar 2012 in Betreib genommen werden, müssen nicht nachrüsten, Sie trifft auch nicht die Pflicht, die Wirkleistung auf 70 % zu begrenzen.

Entgeltliche Abregelung

Wer kommt nun dafür auf, wenn es tatsächlich aufgrund von Netzkapazitätsüberschreitungen zur Abregelung kommt? Praktische Relevanz erhält diese zunächst formjuristische Frage dadurch, dass nicht immer eine Entschädigung zu zahlen ist und diese auch nicht immer gleich hoch ist. Im Falle einer Abregelung nach § 11 EEG sieht die Härtefallregelung von § 12 im Regelfall eine Entschädigung zu 95 % der entgangenen Einnahmen plus zusätzlicher Aufwendungen und abzüglich der ersparten Aufwendungen vor. § 12 EEG wurde in der Novelle dahingehend geändert, dass nur noch eine Netzengpass im Sinne von § 11 Abs. 1 EEG vorliegen muss. In der Gesetzesbegründung heiße es, dass immer dann, wenn EEG- Anlagen auf Grund von Netzengpässen abgeregelt werden, diese künftig nach § 112 EEG entschädigt werden sollen. Ausdrücklich weist der Gesetzgeber darauf hin, dass dabei nicht alle Anspruchsvoraussetzungen im Sinne von § 11 EEG erfüllt sein müssen. Dies ist z. B. der Fall, wenn eine Photovoltaikanlage unter 30 kW ohne Abschalteinrichtung aufgrund von Kapazitätsüberschreitungen angepasst werden muss.

Unentgeltliche Abregelung

Um Gefährdungen des Elektrizitätsversorgungssystems abzuwenden, können auch Abschaltungen von Photovoltaikanlagen, die nicht auf Netzengpässen beruhen, zulässig sein. Hier muss der Vorrang von Strom aus EEG- und Kraft- Wärme- Kopplungsanlagen gewahrt bleiben, nur ausnahmsweise haben konventionelle Kraftwerke Vorrang, nämlich dann, wenn die aus Gründen der Sicherheit des Elektrizitätsversorgungssystems nicht abgeregelt werden können. Bei einer Abregelung, die unter diese Kategorie fällt und bei der Netzengpässe nicht vorliegen, ist ein Entschädigungsanspruch nach § 12 EEG nicht gegeben. Auch bestehen nach § 13 Abs. 4 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) keine sonstigen Schadensersatzansprüche. Im Rahmen der Marktintegration können aber gemäß § 8 Abs. 3a EEG zulässige und gemäß § 13 Abs. 2a EnWG vorrangig zu beachtende vertragliche Vereinbarungen über die Regelung von EEG- Anlagen getroffen werden.

Photovoltaik Einspeisevergütung 2013 -
Tarife für Einspeisung von Solarstrom EEG 2013

Inbetriebnahme Installierte Anlagenleistung - PV-Dachanlagen/Vergütung in Cent je KWh
  Bis 10 KW Bis 40KW Bis 1000 KW/1 MW 1 MW - 10 MW
Ab 01.01.2013 16,86* / 17,17** 15,99* / 16,29** 14,27* / 14,53** 11,67* / 11,89**
Ab 01.02.2013 16,39* / 16,80** 15,55* / 15,93** 13,87* / 14,21 ** 11,35* / 11,63**
Ab 01.03.2013 15,93* / 16,43** 15,11*/15,58** 13,48* / 13,90** 11,03* / 11,37**
Ab 01.04.2013 15,48* / 16,06** 14,69* / 15,24** 13,10*/ 13,59** 10,72* / 11,12**
Ab 01.05.2013 15,05* / 15,71 ** 14,28* / 14,91 ** 12,73* / 13,29** 10,42* / 10,88**
Ab 01.06.2013 14,63* / 15,37** 13,88* / 14,58** 12,38* / 13,00** 10,13* / 10,64**
Ab 01.07.2013 14,22* / 15,03** 13,49* / 14,26** 12,03* / 12,72** 9,84* / 10,40**
Ab 01.08.2013 13,82* / 14,70** 13,11*/13,94** 11,69* / 12,44** 9,57* / 10,17**
Ab 01.09.2013 13,43* / 14,37** 12,74* / 13,64** 11,37* / 12,16** 9,30* / 9,95**
Ab 01.10.2013 13,06* / 14,06** 12,39* / 13,34** 11,05* / 11,89** 9,04* / 9,73**
Ab 01.11.2013 12,69*/ 13,75** 12,04* / 13,04** 10,74* / 11,63** 8,79* / 9,52**
Ab 01.12.2013 12,34* / 13,45** 11,70* / 12,76** 10,44* / 11,38** 8,54* / 9,31**
Ab 01.01.2014 13,68 12,98 11,58 9,47
Ab 01.02.2014 13,55*** 12,85*** 11,46*** 9,38***
Ab 01.03.2014 13,41*** 12,72*** 11,35*** 9,28***
Ab 01.04.2014 13,28*** 12,60*** 11,23*** 9,19***

Hinweis

Dachanlagen unterliegen weiterhin einer nach Leistungsschwellen gestuften Vergütung, d.h. die Vergütung für Anlagen, deren Leistung sich über mehr als eine Leistungsstufe erstreckt, sind rechnerisch anteilig zu ermitteln. (Quelle BMU, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

*/**/***
bei einem auf ein Jahr hochgerechneten Zubau von *8500Mwp/**6000Mwp/***3500MWp

Ab dem 1. Mai 2012 wird die Vergütung um monatlich 1% gesenkt. Je nach Entwicklung des Marktes wird die Degression zudem quartalsweise angepasst - erstmalig im November. Die jährliche Gesamtdegression beträgt maximal 29%.



Der weitere jährliche Ausbaukorridor bleibt entgegen früherer Pläne mit 2.500 bis 3.500 Megawatt ohne Absenkung bestehen. Dafür soll die EEG-Vergütung für neu installierte PV-Anlagen beim Erreichen von 52 Gigawatt installierter Photovoltaikleistung auslaufen.



Im Rahmen der Marktintegrationsmodelles werden Anlagen zwischen 0 und 10 kWp jetzt genauso wie Anlagen über
1 MW mit 100% des erzeugten Stroms vergütet. Bei Anlagen zwischen 10 und 1.000 kWp werden ab dem 01. April 2014 90% des järlich erzeugten Stroms vergütet.
 

Kleinwindkraftanlagen

Neben der Photovoltaik hat die Erzeugung von Strom durch Windkraftanlagen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Nicht nur Windkraftanlagen der Megawattklasse, die als Investitionsmöglichkeit bekannt sind, sondern auch der Bereich der Kleinwindkraftanlagen ist gerade in Deutschland bedeutend geworden.

Die Vorteile sind eindeutig: Energieerzeugung unabhängig von der Tageszeit und eine wesentlich kontinuierlichere Stromerzeugung.

Wir setzen auf einen Partner mit 25 Jahren Erfahrung in diesem Segment: der spanische Hersteller SONKYO ENERGY, welcher durch die Leistungsklassen  von 1,5 bis 15 kW die gängigen Leistungsfelder abdeckt. Für den Leistungsbereich bis zu 1,5 kW haben wir die Kleinwindkraftanlagen der Firma preVent GmbH in der Angebotsauswahl. Die Montage auf einem Mast oder am Gebäude ist direkt möglich.

Selbstverständlich erhalten Sie auch das Zubehör wie Wechselrichter und Montagekomponenten.

Windgeneratoren bis 15 kW

Anlagentyp Windspot 1,5 kW Windspot 3,5 kW Windspot 7,5 kW Windspot 15 kW
Rotor luvwärtig horizontaler Rotor luvwärtig horizontaler Rotor luvwärtig horizontaler Rotor luvwärtig horizontaler Rotor
Nabenhöhe 12-18 m 12-18 m 12-18 m 12-18 m
Nennleistung 1,5 kW 3,5 kW 7,5 kW 15 kW
Turm 12 m, 15 m und 18 m klappbar
Einschaltwind 3 m/s 3 m/s 3 m/s 3 m/s
Nenngeschwindigkeit 12 m/s 12 m/s 12 m/s 12 m/s
Rotordurchmesser 3,3 m 4 m 5,9 m 8 m
Rotordrehzahl 250 U/min 250 U/min 200 U/min 125 U/min
Trenngeschwindigkeit 30 m/s 30 m/s 30 m/s 30 m/s
Ausrichtung passives System: Windnachführungsruder
Leistungssteuerung variables, passives, zentrifugales Pitch-System mit Dämpfmechanismus
(patentiertes System)
Bremse elektrisch
Wechselrichter Effizienz ≈ 95 %; MPPT- Algorithmus
Generatorspannung gleichlaufende Dauermagnete; 3 Phasen, 24-48-110-220 V bei 50/60 Hz
(05841) 43 55

Aktuelles

Unsere Seite erstrahlt
im neuen Design ...

» mehr


Beste Beratung

» Weitere Information


Referenzen und -bilder

» Überblick unserer Arbeiten